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Programmierung der UVR1611 - Thema: FWS - Verkalkungsverhinderung im Plattenwärmetauscher
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Das Solarforum von solar4me Programmierung der UVR1611 FWS - Verkalkungsverhinderung im Plattenwärmetauscher
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Autor: Beitrag:
ralf9000 ralf9000 ist männlich
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ralf9000 ist offline

Beiträge: 11

zuletzt online:
05.12.2016 13:39 Uhr

FWS - Verkalkungsverhinderung im Plattenwärmetauscher
22.10.2013 13:42 Uhr

Liebe Fori's,

man liest immer dass man verhindern sollte dass bei der FWS der Plattenwärmetauscher primärseitig nur Heizungswasser von 55°C und nicht Wasser mit höherer Temepratur erhält. Damit soll Verkalkung des Trinkwassers auf der Sekundärseite vorgebeugt werden. Hierzu gibt es dann die gängigen Lösungen mit fixem 55°C-Thermomischer primärseitig.

Wenn ich allerdings ohne eine solche "55°-Begrenzung" sekundärseitig am Auslaß den schnellen Temepraturfühler habe, der mit einer 0-10V Pumpendrehzahlsteuerung primärseitig eine Temperatur von 45°C gewährleistet, habe ich das Problem doch gar nicht ,es wird ja kein Trinkwasser wärmer als 45°C und die Membran zwischen beiden Kreisen ja auch nicht (oder nur geringfügig). Es bleibt dann doch nur noch das Problem der "Überhitzung" kurz nach WW-Entnahmeende, wo man 3-4 Liter heißes Heizungswasser auf Primarseite hat, was dann das Trinkwasser "überhitzt".

Ist die Denkweise so richtig?

Was ist nun wenn ich die UVR so programmiere, dass die Zirkulationspumpe so lange Wasser aus dem Wärmetauscher raus schiebt, das das Heizungswasser primärseitig auf 55°C geht. Abschaltbedingung der Zirkulationspumpe wäre entweder zeitgestuert, über Temperaturfühler primärseitig oder mit dem WW-Temperaturfühler sekundärseitig (Abschaltbedingung <=50°C). Habe ich dann nicht das Verkalkungsproblem ganz ohne Thermomischer gelöst?

Viele Grüße,

Ralf

Beitrag wurde 2 mal bearbeitet, zuletzt von ralf9000 am 22.10.2013 13:54 Uhr
JonnyMauser JonnyMauser ist männlich
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JonnyMauser ist offline

Beiträge: 110

zuletzt online:
16.08.2018 12:38 Uhr

Re: FWS - Verkalkungsverhinderung im Plattenwärmetauscher
24.10.2013 14:55 Uhr

Hallo Ralf,

ich glaube, so ganz korrekt ist Dein Gedankengang nicht. Im Wärmetauscher wird die Wärme vom primären Medium zunächst an die Metallwand des WT und von dort auf das sekundäre Medium übertragen. Wenn das Wasser des primären Kreises am Eingang zum WT z.B. 80° hat, dann kommen diese 80° irgendwo mit den Platten des Wärmetauschers in Berührung. Diese erwärmen sich dann ebenfalls auf 80°. Somit liegen auf der Sekundärseite an dieser Stelle ebenfalls 80° an. (Aufgrund der Verluste natürlich in Wirklichkeit etwas weniger). Weiter stromabwärts nimmt die Temp des primären Mediums ab.
Auch wenn die Wasseraustrittstemperatur der Frischwasserseite bei 45° liegt, so ist dies nur eine Mischtemperatur am Ausgang des WT. Im WT selber hat man im Gunde eine "Rand"- und eine "Kern"-Strömung. Die Randströmung kommt direkt mit den heißen Platten des WT in Berührung, nimmt die Wärme auf und leitet sie an die Kernströmung weiter. Flussabwärts werden die beiden Strömungen vermischt. Aber genau dort, wo die Randströmung die Wärme von den 80° heißen Platten des WT aufnimmt entsteht dann der ungewollte Kalkausfall. Auch wenn die Temperatur am Ende nur mit 45° aus dem WT kommt. (Selbstverständlich findet auch im WT schon eine Vermischung von Rand und Kernströmung statt. Entscheidend ist aber, dass die Wand des WT eben doch weitgehend die Temperatur des primären Mediums annimmt und sich dort dann auf der Sekundärseite Kalk ablagern kann)

Schöne Grüße Jonny

JonnyMauser hat folgende Dateien angehängt:
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ralf9000 ralf9000 ist männlich
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ralf9000 ist offline

Beiträge: 11

zuletzt online:
05.12.2016 13:39 Uhr

Re: FWS - Verkalkungsverhinderung im Plattenwärmetauscher
24.10.2013 20:07 Uhr

Hallo Jonny,

vielen Dank für Deine Antwort. Da keiner bis dato geantwortet hatte, habe ich GEA und Taconova kontaktiert. Taconova hat mich auf eine Veröffentlichung verwiesen, die ich mal hier angehangen habe.

GEA sagte mir das es im Design von Plattenwärmetauschern durch die Form der Platten eine turbulente Strömung gewährleistet wird. Bei solchen Tauschern entstehen auf der Sekundärseite intern keine höhere Temperatur als am Auslaß. Andere Plattenwärmetauscher haben laminare Ströumung, da ist Verkalkung auf Sekundärseite durch primärseitig heißes Wasser der Fall. Der Plattentauscher, den ich einsetze, soll mit turbulenter Ströumung arbeiten.

So jetzt habe ich verschiedene Meinungen gehört ... genug Stoff zum Denken ...

Grüße,

Ralf

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Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt von ralf9000 am 24.10.2013 20:12 Uhr
JonnyMauser JonnyMauser ist männlich
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JonnyMauser ist offline

Beiträge: 110

zuletzt online:
16.08.2018 12:38 Uhr

Re: FWS - Verkalkungsverhinderung im Plattenwärmetauscher
24.10.2013 21:30 Uhr

Hallo Ralf,

Danke für die Info. Ich wusste bisher nicht, dass es PWT mit turbulenter Strömung gibt. Wenn das so funktioniert, ist das ja schön.
Das Problem der Stillstands-Erwärmung, die Du schon in Deinem ersten Beitrag erwähnt hast, hatte ich bisher - ehrlich gesagt - noch gar nicht berücksichtigt.

LG Jonny
ralf9000 ralf9000 ist männlich
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ralf9000 ist offline

Beiträge: 11

zuletzt online:
05.12.2016 13:39 Uhr

Re: FWS - Verkalkungsverhinderung im Plattenwärmetauscher
25.10.2013 11:41 Uhr

Hallo Jonny,

zu

> Das Problem der Stillstands-Erwärmung, die Du schon in Deinem
> ersten Beitrag erwähnt hast, hatte ich bisher - ehrlich gesagt -
> noch gar nicht berücksichtigt.

Deshalb ja auch die Idee des Rausdrücken des heißen Wassers aus dem Tauscher mit der Zirkulationspumpe.

Ich werde es jetzt erstmal ohne Thermomischer machen. Die Wärmetauscher-Hydraulik am Speicher habe ich schon realisiert, aber mit Verbrauchern noch nicht steuerungsmäßig in Betrieb genommen. Momentan ist kein Thermo-Mischer drinnen. Wohl aber steuere ich über einên 5-Wege-Mischer (ESBE 5MG, einer von dreien in der Hydraulik) aus den oberen 4 Pufferspeicherebenen den Zulauf zum Plattenwärmetauscher auf 50-55°C. Nur das ist langsam, der Mischer braucht Zeit sich neuen Puffersituationen anzupassen und wenn ich den Puffer via Solar am voll in den oberen 2/3 mit 90°C geladen hätte, kann er sowieso nicht 55°C erreichen. So kann es eben doch sein, dass ich primärseitig >55°C bin, deshalb wäre der Thermo-Mischer das "Fangnetz". Sekundärseitig fahre ich via 0-10V-Pumpe die Primärseitige Temperatur auf 45°C.

Da ich auch noch im sekundärseitigen Trinkwasser-Zulauf des Plattenwärmetauschers einen weiteren Wärmetauscher (Recoh-vert) für eine Abwasserwärmerückgewinnung für Duschwasser habe (die macht die Erwärmung von 15°C auf 25°C) ist die Sache schon kompliziert genug.

Ich muss noch die ganze Hydraulik mal in eine einzige Zeichnung (auch für die spätere Visualiserung) stecken, dann stelle ich die hier mal ein.

Für eine weitere Frage zu dem oben erwähnten Mischer habe ich gerade noch einen weiteren Thread eröffnet.

Grüße, Ralf

Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt von ralf9000 am 25.10.2013 11:42 Uhr
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