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Deutscher Photovoltaik-Branche drohen neue Kürzungen
Datum: 31.01.2010 11:01 Uhr
Deutschland
hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum internationalen
Spitzenstandort für Solartechnik entwickelt. Innovationskraft und
nachhaltige Standortpolitik der deutschen Unternehmen haben die Branche
erfolgreich durch das Krisenjahr gebracht. Neben sicheren
Arbeitsplätzen erwirtschaftet die Branche seit Jahren Steueraufkommen
in Milliardenhöhe. Nun drohen weitere, außerplanmäßige Fördersenkungen
dem Technologieboom ein Ende zu bereiten.
Erst vor wenigen
Tagen wurde die Solarförderung deutlich gekürzt und an die
Marktgegebenheiten angepasst, schon werden Rufe nach weiteren Kürzungen
laut. Auslöser für diese vom Bundesumweltministerium für die nächsten
Tage angekündigte Revision der Fördertarife sind unter anderem die
unterschiedlichen Schätzungen zum Marktwachstum der Solarbranche in
Deutschland. Vielfach werden dabei ausschließlich die Mehrkosten für
die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschriebene
Anschubfinanzierung für PV-Anlagen ins Feld geführt. Hintergrund dieses
Fördersystems, das Anlagenbetreibern eine Rückvergütung ihrer
Investition über Einspeisetarife zusichert, ist dabei das
energiepolitische Ziel, den bundesdeutschen Energiemix in den nächsten
Jahren schrittweise verstärkt auf emissionsfreie, alternative
Energieträger umzustellen. Wie nachhaltig dieses Ziel bereits im
Bereich der Solarstromerzeugung umgesetzt werden konnte, zeigen die
derzeit diskutierten hohen Zubauraten der letzten Jahre.
Photovoltaikindustrie stärkt den Standort Deutschland
Ein weiteres Ziel, das über die Fördermechanismen des EEG erreicht
werden soll, ist der Ausbau einer international wettbewerbsfähigen und
zukunftsweisenden High-Tech-Industrie, die im weltweiten Vergleich
Maßstäbe hinsichtlich hoher Produktqualität und Leistungsfähigkeit
setzen kann. Vor diesem Hintergrund hat sich Deutschland in den letzten
Jahren zunehmend zu einem der weltweit führenden Spitzenstandorte für
Solartechnik entwickelt. „Dabei fallen neben den wirtschaftspolitischen
Effekten, wie der Schaffung neuer Arbeitsplätze in ehemals
strukturschwachen Regionen oder der Steigerung der Attraktivität des
Investitionsstandortes Deutschland für ausländische Großkonzerne, auch
konkrete finanzielle Mehrwerte für die Bundesrepublik ab“, erinnert
Markus A.W. Hoehner, Geschäftsführer von EuPD Research, dem führenden
Marktforscher im Bereich regenerativer Energien.
PV-Branche erwirtschaftet Steueraufkommen in Milliardenhöhe
Das auf Marktanalysen und Standortgutachten spezialisierte Institut
analysierte diese und andere Mehrwerte für den Wirtschaftsstandort
Deutschland in dem kürzlich erschienenen „Standortgutachten
Photovoltaik in Deutschland 2009“. „Unsere Analysten arbeiten bereits
seit vielen Jahren auf unterschiedlichen politischen Ebenen und beraten
sowohl Landesregierungen – etwa am Standort Baden-Württemberg und in
Sachsen – als auch politische Entscheider auf nationaler und
internationaler Ebene“, so Hoehner. „Nach unseren Berechnungen hat die
PV-Industrie in Deutschland allein in den letzten beiden Jahren ein
direktes Steueraufkommen von rund 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet,
unter Hinzuziehung der induzierten indirekten Steuerwirkung lagen die
Steuereffekte sogar bei über 5 Milliarden Euro“, sagt EuPD Research
Geschäftsführer Markus A.W. Hoehner.
„Keine Klientelpolitik auf Kosten der Gemeinschaft“
Diese Berechnungen zeigen, dass die Photovoltaikindustrie in
Deutschland inzwischen zu einem bedeutenden Wachstumsmotor der
Binnenwirtschaft geworden ist. Neben den positiven Effekten für den
deutschen Arbeitsmarkt profitiert auch der Staatshaushalt von den
Mehreinnahmen durch direkte und indirekte Steuern. Wer angesichts
dessen von „Solarschulden in Milliardenhöhe“ spreche und eine pauschale
Absenkung der PV-Vergütung anstrebe, ignoriere die realen
Marktgegebenheiten, meint Hoehner. „Dabei muss es selbstverständlich
das Ziel aller Akteure sein, keine Klientelpolitik zu betreiben und die
Mehrkosten der sauberen Stromerzeugung für die Gemeinschaft so gering
wie möglich zu halten. Als unabhängiges Institut befürworten wir daher
die schrittweise Absenkung der Förderung. Wichtig sind aber Kürzungen
mit Augenmaß und analog zum technischen Fortschritt.“
Die Hintergründe: „Standortgutachten Photovoltaik in Deutschland 2009“
Auf über 160 Seiten analysieren die Marktexperten von EuPD Research
bereits im zweiten Jahr in Folge den Solarstandort Deutschland.
Erstmals liefert die Analyse auch eine landkreisgenaue Übersicht des
weltweit wichtigsten PV-Absatzmarktes. Dafür analysierte EuPD Research
weit mehr als 450.000 einzelne PV-Anlagen aus dem eigenen
Anlagenregister, in dem alle deutschen Solaranlagen erfasst sind. Neben
den politischen, wirtschaftlichen und geografischen Standortfaktoren
beleuchtet das Gutachten Deutschland als einen der wichtigsten
PV-Industriestandorte weltweit
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| verfügbar in:
Photovoltaik Regenerative Energien |
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| Leistungsteil und Prozessormodul UVR1611 |
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