Solarstrom bereits 2013 auf Niveau der Verbraucher-Stromtarife
Datum: 17.01.2010 16:07 Uhr
Nach
Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. lässt sich Solarstrom
bereits in vier Jahren auf deutschen Dächern zu Kosten erzeugen, die
dem Niveau herkömmlicher Verbraucher-Stromtarife entsprechen. Möglich
wird dies durch Erfolge bei der Kostensenkung, durch die
Weiterentwicklung der Technologie und durch einen beschleunigten
Photovoltaik-Marktausbau. Auch die hohe Investitionsbereitschaft der
Bürger trägt maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung der Solarenergie
bei. Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger ist nach einer neu
veröffentlichten FORSA-Umfrage bereit, deutlich mehr Geld für die
Markteinführung von Solarenergie zu zahlen.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat deshalb das
Dialogangebot der Politik zur Überprüfung der Solarstromförderung
aufgegriffen und ist mit einem Vorschlag zur Senkung der Solarförderung
in die politischen Gespräche dieser Woche gegangen. Das Konzept des
BSW-Solar sieht vor, dass die Förderung bei anhaltendem starken
Marktwachstum jährlich um bis zu fünf Prozentpunkte schneller abgesenkt
wird, als bislang gesetzlich vorgesehen. Nach dem
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkt die Solarförderung bislang um
rund neun Prozent im Jahr.
„Solarstrom vom eigenen Dach ist dann bereits zum Ende dieser
Legislaturperiode so günstig wie Strom aus der Steckdose“, so
BSW-Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig. „Damit trägt Solarenergie
langfristig entscheidend zum Schutz der Verbraucher, zur
Versorgungssicherheit und dem Erreichen der Klimaziele bei.“
Gleichzeitig gibt das Konzept des BSW-Solar Planungs- und
Investitionssicherheit für die Solarbranche und Verbraucher.
Eine überwiegende Mehrheit der Bundesbürger hat diese Vorteile für sich
erkannt. Das zeigt eine heute veröffentlichte Forsa-Umfrage: 71 Prozent
der Befragten ist bereit, über ihre Stromrechnung einen signifikanten
Beitrag für den Ausbau der Photovoltaik zu leisten. Die Bürger stimmten
einer Erhöhung der Solarstromförderung von derzeit etwa drei Prozent
ihrer Stromrechnung auf fünf Prozent zu. Dies würde eine vorübergehende
Mehrbelastung eines Durchschnittshaushaltes von etwa 1,60 Euro im Monat
bedeuten.
Dieses Geld sei gut angelegt, so BSW-Solar Präsident Günther Cramer:
„Die Solarstrombranche investiert in den nächsten vier Jahren rund zehn
Milliarden Euro am Standort Deutschland in Ausbau und Modernisierung
der Photovoltaik-Produktion und in die Forschung“. Dabei zählt die
Branche in Deutschland derzeit bereits rund 55.000 Beschäftigte.
So kann die unerschöpfliche, sichere Ressource Solarstrom als wichtige
Säule der Energieversorgung etabliert und ausgebaut werden: „Zu den
Vorteilen von Solarstrom zählt, dass er vor allem zu Spitzenlastzeiten
und verbrauchernah erzeugt wird.“, so Cramer.
In über 100 Fabriken in Deutschland werden vom Silizium bis zur
fertigen Anlage Solarkomponenten hergestellt. Ihre Produkte erfreuen
sich auch im Ausland zunehmender Beliebtheit: Deutsche Solarunternehmen
und ihre Zulieferer haben 2009 Exportumsätze von über fünf Milliarden
Euro erreicht
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