Vor dem Hintergrund der Finanzkrise sehen drei Viertel aller Haus- und
Wohnungseigentümer im Umstieg auf Solarthermie-, Holzpellet- oder
Erdwärmeheizungen eine lohnende Investition. Auch der seit 1. Januar
geltenden Nutzungspflicht Erneuerbarer Wärme in Neubauten steht eine
große Mehrheit der Befragten positiv gegenüber. Das ergab eine aktuelle
Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der
Agentur für Erneuerbare Energien.
„In Zeiten einbrechender Börsenkurse sind viele Verbraucher
verunsichert und fragen sich, wie viel ihr Erspartes in ein paar Jahren
noch wert sein wird“ kommentiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der
Agentur für Erneuerbare Energien, die Umfrageergebnisse. „Eine Heizung
auf Basis Erneuerbarer Energien ist deshalb für die meisten Haus- und
Wohnungs- besitzer eine sichere Geldanlage, die sich dauerhaft
rechnet“, so Mayer weiter.
Die Umfrage ergab, dass jeder fünfte Haus- und Wohnungs- eigentümer
bereits stolzer Besitzer einer Wärmepumpe, Solarthermie- oder
Holzpelletheizung ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei Miets-,
Gewerbe- und Industrie- gebäuden noch großer Nachholbedarf besteht.
Der Anteil Erneuerbarer Energien an der gesamten deutschen
Wärmeerzeugung betrug im Jahr 2008 erst 7,3 Prozent. Ein weiteres
Fünftel der Befragten plant laut Forsa-Ergebnissen in den nächsten fünf
Jahren den Kauf einer regenerativen Heizungsanlage. „Wer in Erneuerbare
Wärme investiert, schont mittelfristig seinen Geldbeutel, erhöht den
Verkaufswert seines Hauses und tut gleichzeitig noch etwas für den
Klimaschutz“, fasst Jörg Mayer zusammen.
„In einem durchschnittlichen Haushalt entfällt etwa ein Drittel der
Energiekosten auf die Heizung – da ist einiges an Einsparungen
möglich“, so Mayer weiter. Die Bundesregierung will den Ausbau
Erneuerbarer Wärme mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
voranbringen, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist. Es sieht vor,
dass für alle Neubauten ein Mindestanteil des Wärmeenergiebedarfs aus
Sonnenenergie, Biomasse (z. B. Holz) oder Erdwärme gedeckt werden muss.
Ziel ist es, die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten zu verringern und
das Klima zu entlasten. Laut Umfrage stehen 80 Prozent der Befragten
dieser Nutzungspflicht positiv gegenüber.
Die repräsentative Blitzumfrage wurde von der Forsa Gesellschaft für
Sozialforschung und statistische Analysen GmbH in der zweiten
Januarwoche 2009 durchgeführt. Befragt wurden 502 Haus- und
Wohnungseigentümer in Deutschland.