Heizen mit Solar, ein Solarjahr geht zu Ende
Datum: 03.01.2008 16:48 Uhr
Der Jahreswechsel 2007 zu 2008 ist nun vollzogen, ein Grund genug einmal einen Rückblick auf das erste komplette Jahr mit Solar zu werfen.
Um es vornweg zu sagen, ich mit mehr als positiv überrascht, jedoch eher bezogen auf das Gesamtpaket. Zwar hatten wir einen außerordentlich milden Winter 2007, jedoch einen sehr kühlen und frühen Herbst. Sicher lässt sich das nicht ganz vergleichen mit einem harten Winter, jedoch kann man schon einmal eine kleine Querrechnung anstellen.
Fakt 1: Heizperiode
Die Gastherme war für die Heizung des Hauses im Frühjahr nur bis zum 22. März in betrieb, der nächste Einsatz war dann am 23. Oktober. Somit ist 6 Monate im Jahr 2007 jeglicher Energiebedarf für Warmwasser und Heizung komplett vom Solar gedeckt worden. Durch den eher durchwachsenen Herbst musste die Gastherme eher als gedacht wieder zur Heizung herangezogen werden.
Fakt 2: Verbrauchswerte
Insgesamt wird mein Haus mit etwa 200 m² Wohnfläche durch 4 Wärmequellen mit Heizenergie versorgt. Solaranlage, Kamin mit Wasseraufsatz, Kachelofen und Brennwerttherme.
Dabei entfallen folgende Verbräuche des Jahres 2007 auf die letzten 3:
- Kamin / Kachelofen
ca. 4 rm diverses Holz
- Gastherme
227,62 m³ Erdgas
Hier sein angemerkt das die 4 Raummeter Holz schon eine großzügige Schätzung sind, es ist eher noch weniger. Da ich aber zwischendurch noch Holz aufgefüllt habe, kann ich es nicht mehr genau sagen.
Fakt 3: Heizungstemperaturen / Raumtemperaturen
Hier sei gesagt das die am Raumtemperaturregler eingestellte Solltemperatur etwa 20 Grad ist, im Bad etwas wärmer. Permanent geheizt werden Flur, Küche, Bad und Wohnzimmer, ab und an geheizt werden noch Schlafzimmer, Gästezimmer und Büro. Die letzteren Beiden fast ausschließlich mit dem Kachelofen, die Fußbodenheizung läuft auf Frostschutz in diesen beiden Räumen.
Sollte es im Wohnzimmer einmal mit 20 Grad etwas zu kühl sein, muss der Kamin ran.
Fakt 4: Kollektorenkühlung im Hochsommer mit dem Pool
Neben dem Energiebedarf für Warmwasser und Heizung,"erwirtschaftet" die Solaranlage auch noch einige kwh an Energie für die Heizung des Pools. An einem strahlenden Sommertag können das schon mal gut und gerne 40 kwh sein, die im Pool "entsorgt" werden. Diese Energie kann auf Grund fehlender Langzeitspeichermöglichkeiten zwar für das Haus nicht verwertet werden, verlängert jedoch die Badesaison um einige Tage und trägt auch zum Comfort bei. Somit kann man diesen Faktor zur Gesamtrechnung schon einmal hinzuziehen.
Was Schlußfolgern wir nun daraus?
Durch die gute Wärmedämmung des Hauses und den Einsatz von Solar und regenerativem, CO2-neutralem Holz können die Betriebskosten maßgeblich verringert werden. Ob sich die Solaranlage finanziell rechnet, sei angesichts der geringen Verbräuche ohne Solarertrag dahingestellt. Auf jeden Fall rechnet sich das Gesamtpaket für mich und damit ist der Zweck wohl erfüllt. Gewinner ist vor allem aber die Umwelt und das Klima, denn wie man sieht gehts auch mit sehr wenig CO2.
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